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Vera Lill
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20.September 2017 Sinfoniekonzert in Trippstadt

"Das Sinfonieorchester des Landkreises Kaiserslautern (SOKL) gastierte am Samstag mit seinem jüngsten Konzertprogramm sehr erfolgreich in der Trippstadter Karlstalhalle. Das Liebhaberorchester mit professionellem Anspruch spielte mit Werken der Romantik und Spätromantik von Brahms, Richard Strauss und Dvorak seine Stärken aus...

...brauchte es bei der Akademischen Festouvertüre von Brahms... eine gewisse Zeit, um sich auf beiden Seiten – auf dem Podium und davor – an Atmosphäre und Akustik zu gewöhnen und sich einzuhören...

Alle... Einschränkungen waren mit zunehmender Konzertdauer – spätestens mit dem ersten Hornkonzert von Richard Strauss – überwunden. Es stellte sich dank der unermüdlich fordernden, eindeutigen und klaren Zeichensprache des aufmerksamen Dirigenten Christian Weidt schließlich jenes gehobene Niveau ein, an das dieses SOKL sein Publikum seit Jahren gewöhnt hat...

Wie der wesentlich überzeugender realisierte Orchesterpart die verschiedensten
Stimmungsbilder aufgreift, entwickelt, steigert und verdichtet, so birgt auch der Solopart des Hornkonzertes trotz oftmals gefällig wirkender Melodik alle spiel- und ansatztechnischen Probleme in sich, die der Solist Tristan Hertweck in scheinbar müheloser Eleganz und Brillanz meisterte... Der Orchesterpart erklang... sehr feinsinnig, runder und ausgewogener als zuvor bei Brahms und wirkte transparent und flexibel in Dynamik und Agogik.

Dennoch gelang nach der Pause mit einer monumentalen Sinfonie aus der großen Ära klassisch-romantischer Orchesterwerke eine weitere künstlerische Steigerung, die man so dem Orchester nicht zugetraut hätte... Auffällig und besonders gelungen waren bei Komposition und Interpretation in Trippstadt, wie aus ruhig fließenden, liedhaften Einstimmungen des Kopfsatzes jähe dramatische Wirkungen durchbrachen. Und wie sich ständig im zweiten Satz Stimmungsbilder von lyrisch-elegisch in großartigen Soli der Holzbläser (vor allem Flöte und Englischhorn) entwickelten, veränderten und verloren, um neuen Episoden Platz zu machen. Dies alles verlangt eine durchdachte und in den Proben detailliert ausgearbeitete Interpretation, die hier minutiös umgesetzt wurde und sich nahtlos und ohne Bruchstellen vollzog. Dabei klang alles sehr ausgewogen, ausgeglichen und gut ausbalanciert. Wunderbar!
Die Rheinpfalz, Ausgabe Kaiserslautern 20.09.2017

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