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12. Januar 2014 Neujahrskonzert im Haus des Bürgers in Ramstein

"Seine Feuerprobe hat der junge Dirigent Christian Weidt beim Neujahrskonzert mit dem Sinfonieorchester des Landkreises Kaiserslautern am Sonntag im Ramsteiner Haus des Bürgers vor 400 Besuchern mit Bravour bestanden. Ein außergewöhnliches Konzert, das auf die üblichen Silvesterknaller verzichtete, dafür Momente der Besinnlichkeit einband und sich den musikalischen Schwergewichten mit erstaunlicher Leichtigkeit näherte.

Ein Programmschwerpunkt lag bei Richard Strauß, der in diesem Jahr 150 Jahre alt würde. Gerade 14 Jahre alt war der Komponist, als er den Festmarsch op. 1 komponierte. Hier schon war die Kunst Weidts deutlich erkennbar, Spannungskurven aufzubauen und sie mit unbeirrbarer Konsequenz nachzuzeichnen. Weich fließend, dynamisch fein abgestuft agierte das Orchester. Wie ein Dressurreiter sein Pferd durch die Hohe Schule der Galoppwechsel, Piaffen und Passagen lenkt, so leitete der Dirigent seine Musiker durch alle musikalischen Crescendi, Decrescendi, Arabesken und war nach allen Seiten hellwach.

Zu den letzten Werken von Richard Strauß zählen die „Vier letzten Lieder“ aus dem Jahr 1948. In Hesses Gedicht „Beim Schlafengehen“ verklärt er das Todesverlangen als Voraussetzung eines neuen, den Tod überwindenden Lebens. Die Kantilene der Solovioline brachte das wunderbar zum Ausdruck. Noch mehr gefiel die Sopranistin Veronika Wiedekind mit ihrer einfühlsamen Stimme, aus der Intensität und schmerzliche Innigkeit, der Klang von Melancholie und Passion, von Angst und Trauer sprachen. Das Orchester bot der Sängerin ein ideales Klangbett. Walzerseligkeit breitete sich ganz allmählich in den Walzerfolgen aus Richard Strauß’ „Rosenkavalier“ aus. Immer zärtlicher und lockender erklangen die Melodien in kunstvollen Verbindungen, die sich schließlich rauschhaft steigerten. Die Holzbläser hatten dabei Gelegenheit, sich mit kurzen Soloeinlagen zu profilieren..."

"Rhythmisch exakt, wie aus einem Guss, mit Elan und Charme, kam die „Fledermaus-Quadrille“, op. 363, daher. Und wieder trieb Weidt seine Leute zu Höchsttempo an. Einer der Höhepunkte war Franz von Suppes Ouvertüre zu „Die schöne Galathee“. Ganz vorsichtig, aus dem Pianissimo heraus, entwickelte sich eine sprühende, witzig pointierte Musik, die Weidt wieder mit ungeheurem Tempo anging. Eine dynamisch-agogische Meisterleistung. Bezaubernd die schimmernden, glänzenden Streicher, die Wärme der Holzbläser und des Solohorns. Atemberaubend das furiose Finale. Genau wie im abschließenden Csardas aus „Ritter Pasman“ von Strauß-Sohn. Weidt forderte alles von seinen Leuten, und die gaben alles bestens zurück. In „Wien, du Stadt meiner Träume“ von Rudolph Sieczynski, Suppes „Hab’ ich nur deine Liebe“ aus „Bocaccio“ und „Ich bin verliebt“ aus „Clivia“ von Nico Dostal bestach Veronika Wiedekind mit wundervollem Gefühl und größter Eloquenz, makellosem Ton und Wärme. Minutenlange, euphorische Ovationen, zwei Zugaben."
Die Rheinpfalz 15.01.2014

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