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Vera Lill
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15. September 2013 Abschiedskonzert Alexander Mayer

"Eins vorab: Was das Liebhaberorchester SOKL (Sinfonieorchester des Landkreises Kaiserslautern) zusammen mit dem nach 15 Jahren scheidenden Leiter Alexander Mayer am Sonntag schaffte, davon träumen derzeit in Lautern die Verantwortlichen der drei professionellen Orchester und des Kulturreferats: Sie füllten nicht nur die Fruchthalle mit ihrem Anhang und einer Schar Interessenten, sie verzauberten ihr Publikum und ließen bei einem konventionellen und dennoch attraktiven Konzertprogramm den Funken überspringen."...

"Dass der sympathische Grenzgänger – in seinem Fall wörtlich zu nehmen – aber auch ein begnadeter Konzertpianist und brillanter Solist ist, war für viele eine der Entdeckungen des ohnehin denkwürdigen Abends. Mayer spielte nicht das 21. Klavierkonzert in C-Dur von Mozart, nein: Er zelebrierte es. Er genoss jedes Detail und ziselierte jeden Ton mit Hingabe heraus. Und er führte das ihm blind folgende Orchester zu einer weiteren Höchstleistung an dialogischer Verbundenheit bei struktureller Klarheit. Filigran gestaltete Passagen bildeten beim Kopfsatz das Gerüst der sehr nuancierten, feinsinnigen und durchsichtigen Aufführung. Es spricht für die produktive künstlerische Zusammenarbeit, dass Mayer diese heikle Art des Dialogisierens ohne Dirigent riskieren konnte und das Orchester mit wachem Ohr auf alle gestalterischen Impulse reagierte."...

"Der Finalsatz perlte in den lockerleicht gespielten Läufen so, als wären es anstelle vertrackter Skalen, Akkordbrechungen und melodischer Umspielungen nur Sektbläschen.Dieser Eindruck stellt sich nur ein, wenn ein Pianist mit einer wie selbstverständlichen Sicherheit und Souveränität agiert.

Die fünfte Sinfonie von Tschaikowsky ist eines der bedeutendsten Klangbeispiele für das zyklische Moment: Mit dem Verarbeiten und Verdichten einer motivischen Keimzelle zu einemdramatischen Gebilde hatte das SOKL keinerlei Probleme. Beim Kopfsatz klangen die Tuttistellen noch eine Spur überzeugender als die solistischen. Doch der zweite Satz ließ mit einem sehr ansprechenden Hornsolo aufhorchen, der Dialog mit der Soloklarinette geriet ebenfalls überzeugend. Alles grundiert von homogenen und sehr kultiviert klingenden Streichern. Selbst bei dem in seiner Leichtigkeit gut getroffen und grazil verspielten Walzer wehte der schwermütige, schmerzliche Zug des Schicksalsmotivs durch den Satz. Mayer variierte beim Dirigieren hier geschickt zwischen ganzen und durchgeschlagenen Takten.

Der Finalsatz entfesselte dann alle klanglichen und spielerischen Energien und avancierte zu einem Höhepunkt an gestalterischer Intensität und Expressivität. Weiter so unter dem Nachfolger!"
Die Rheinpfalz 18.09.2013

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